Obedience
Obedience bedeutet aus dem englischen übersetzt „Gehorsam“ und gehört in Deutschland zu den modernen Hundesportdisziplinen. Es hat seinen Ursprung in England und wurde 1919 bei den „Working Trials“ bei einer Vielseitigkeitsprüfung für Hunde gezeigt.
Nach Deutschland kam diese Sportart allerdings erst vergleichsweise spät. Erst im Frühjahr 2002 wurde die erste Prüfungsordnung verfasst und Prüfungen durchgeführt.
Was ist Obedience
Prüfungen/Bewertungen
In Deutschland wird in vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden, also vier verschiedenen Leistungsklassen (Beginner bis Klasse 3), gestartet und in jeder Klasse können höchstens 320 Punkte erreicht werden. Um in die nächst höhere Leistungsklasse aufzusteigen, muss die Formwertnote „Vorzüglich“ erreicht werden.
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Die Formwertnoten teilen sich wie folgt auf: Vorzüglich: 256 – 320 Punkte Sehr gut: 224 – 255,5 Punkte Gut: 192 – 223,5 Punkte |
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Dabei wird der Leistungsrichter ein besonderes Augenmerk auf eine rassespezifische Bewertung legen.
Bei einer Punktzahl von unter 192 Punkten gilt die Prüfung als nicht bestanden.
Eine Obedienceprüfung besteht aus 10 Übungen. Jede einzelne Klasse beginnt mit den Gruppenübungen und endet mit den Einzelübungen. Für jede Übung kann der Leistungsrichter 5 bis maximal 10 Punke vergeben.
Vor allem in der Beginner Klasse wird auf eine gute Sozialverträglichkeit des Hundes gegenüber Artgenossen und fremden Menschen gelegt.
Während der Prüfung werden die Hundeführer von einem Ringsteward begleitet. Er ist Ansprechpartner vor, während und nach der Prüfung und ist für einen harmonischen Ablauf der Prüfung zuständig.
Was ist Obedience nicht
Obedience ist weder eine Ausbildungsmethode, um einen Hund „alltagstauglich“ zu bekommen noch eine reine Beschäftigungstherapie, und für ungeduldige Menschen mit wenig Hang zur Perfektion in keinster Weise geeignet.
Geduld bei der Ausbildung ist eine wichtige Voraussetzung und sollte eine besondere Stärke des Hundeführers sein. Der beträchtliche Zeitaufwand, um Erfolge vorweisen zu können, darf natürlich auch nicht außer Acht gelassen werden.
Obedience ist in erster Linie eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Sportart.
Im Folgenden die Übungen der einzelnen Klassen:
Beginner
| Klasse 1 | Klasse 2 | Klasse 3 |
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1. 1 Minuten sitzen mit Sichtkontakt 2. 3 Minuten liegen mit Sichtkontakt 3. Leinenführigkeit 4. Freifolge 5. Platz aus der Bewegung 6. Kommen auf Befehl 7. Zurücksenden zum Platz 8. Sprung über die Hürde 9. Bringen 10. Kontrolle auf Distanz 11. Umgang Mensch/Hund |
1. 2 Minuten sitzen mit Sichtkontakt 2. 3 Minuten liegen ohne Sichtkontakt 3. Freifolge 4. Sitz, Platz aus der Bewegung 5. Kommen mit Steh 6. Voraussenden in ein Viereck mit Hinlegen 7. Apport über die Hürde (Holzapport) 8. Metallapport 9. Geruchsunterscheidung aus max. 6 Gegenständen 10. Kontrolle auf Distanz 11. Umgang Mensch/Hund |
1. 2 Minuten sitzen 2. 4 Minuten liegen 3. Freifolge 4. Stehen, Sitzen und Platz aus der Bewegung 5. Abrufen mit Stehen und Platz 6. Voraussenden in ein Viereck 7. Bringen auf Anweisung 8. Metallapport über die Hürde 9. Geruchsunterscheidung aus max. 6 Gegenständen 10. Kontrolle auf Distanz |
Eine aktuelle Fassung der Prüfungsordnung findet Ihr hier: http://www.dsv-dog.de
Alle Bilder unterliegen dem © von Marion Volsdorf. Jegliche Weiterverwendung, Nutzung oder Veröffentlichung ist ohne Erlaubnis nicht gestattet.







